Comenius-Kolleg richtet bundesweite Konferenz aus (Sep. 2016)

Zum 43. Mal trafen sich die Leiterinnen und Leiter der kirchlichen Abendgymnasien und Kollegs Deutschlands zu ihrer jährlichen Konferenz. Gastgeber war dieses Mal das Comenius-Kolleg in Mettingen.

Das Leitungsteam Susanne Böttcher und Thorsten Bahlmann konnten Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet begrüßen.

Obwohl sich das Wetter und damit auch Mettingen von seiner besten Seite zeigte, wurde intensiv gearbeitet.

Tagungsschwerpunkt war die Frage, was das besondere Wesen dieser christlichen Schulen für Erwachsene ausmacht. Wie gelingt es, christlichen Geist, Werte und die spirituelle Orientierung in den schulischen Alltag zu integrieren. Es wurde in den Arbeitsgruppen und Diskussionen deutlich, dass es verschiedene Ansätze gibt, um die Trägerorientierung, sei es des Bistums, einer Ordensgemeinschaft oder des Kolping-Bildungswerks in der eigenen Schule lebendig zu halten.

Der Geist der Ökumene dieser Veranstaltung wird darin deutlich, dass selbstverständlich auch das Laubach-Kolleg der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bei dieser Konferenz vertreten ist.

So wurde neugierig über den schulischen Tellerrand geschaut, was die anderen Kollegs und Abendgymnasium an geistlicher Orientierung anbieten.

Am Donnerstag nahmen die Gäste zusammen mit der Schulgemeinschaft des Comenius-Kollegs an einer Agape-Feier statt, die regelmäßiger Bestandteil des Kolleglebens ist und von Lehrenden und Studierenden vorbereitet wird.

Thema war dieses Mal „Es ist genug für alle da“. In Spielszenen wurde dargestellt, dass Menschen unter der Ungleichverteilung von Nahrungsgütern leiden und Teilen notwendig ist. In Gebeten und Liedern (u.a. von einer Studienkollegiatin aus Ghana in der Sprache Zulu vorgetragen und vom internationalen Chor begleitet) wurde ein festlicher Rahmen geschaffen. Da Agape Liebesmahl bedeutet, hatten alle etwas Nahrhaftes mitgebracht, das anschließend gemeinsam verspeist wurde.

Als besonders vorbildhaft wurde dabei die Aktion *Solidarität mit den Menschen in Aleppo* wahrgenommen. Jeder konnte eine Flasche Mineralwasser kaufen und damit die Arbeit der Franziskaner im syrischen Aleppo unterstützen. Dort versorgen die Franziskaner Menschen mit Trinkwasser aus ihrem Brunnen, die sonst ohne Wasser blieben.

Der Kreis der Leiterinnen und Leiter hat durch einen einstimmigen Beschluss dafür gesorgt, dass diese Aktion in ihren Schulen besonders unterstützt wird.

Im Rahmenprogramm zeigten sich die Gäste aus ganz Deutschland von der Draiflessen Collection und dem Schulmuseum beeindruckt und freuten sich, dass heute das Schulleben anders ist als zu Kaisers Zeiten.

Text und Foto: Susanne Böttcher und Thorsten Bahlmann

„Alle Wege führen nach Rom“

                                              Image1                                                Exkursion des 4. Semesters (29.08. - 02.09.2016)

In der Nacht von Sonntag auf Montag machten wir uns, eine Gruppe von elf Studierenden aus dem 4. Semester und unser Geschichtslehrer Franjo Röhr, auf den Weg nach Rom.
Müde aber auch voller Neugierde starteten wir direkt in den Tag mit einer spannenden Wanderung durch das Forum Romanum, wo wir eines der ersten Referate hörten, die wir alle zu einem bestimmten Bauwerk oder einer Sehenswürdigkeit vorbereitet hatten.

Von Tag zu Tag stieg unser „WOW-Faktor“ durch die atemberaubenden Bauten und riesigen, pompösen Kirchen immer mehr und kein Weg war uns zu weit um diese schöne Stadt zu erkunden.
Ein Highlight unserer Fahrt war das Kolosseum. Mit offenen Mündern standen wir überwältigt vor dem riesigen Bauwerk.

Einige Sätze die in den fünf Tagen öfters fielen waren z.B. „Wow, ist das schön“, „Es ist so warm“ und „Schon wieder `ne Kirche“.
Was während unserer Touren nie fehlen durfte waren Blasenpflaster und Wasserflaschen, welche wir aber auch zwischendurch immer an einem der über 2500 Trinkwasserbrunnen auffüllen konnten.

Unsere Abende ließen wir in dem Restaurant unseres Vertrauens ausklingen. In toller Atmosphäre, mit freundlichen Kellnern genossen wir köstliches Essen, leckeren Wein oder ein kühles Bier. Unseren vorletzten Nachmittag verbrachten wir am Meer, was wir uns nach unseren Tagestouren auch wahrhaftig verdient hatten.

Als Abschied krönten wir unsere Fahrt mit einem Besuch am Trevi-Brunnen.
Eine alte Legende besagt, dass wenn man eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Brunnen wirft, man auf jeden Fall ein zweites Mal nach Rom zurückkehren wird. Also taten wir dies natürlich.

Und wie das Sprichwort heißt, alle Wege führen nach Rom und ich hoffe auch eurer irgendwann einmal. Es lohnt sich!

Nele Tenambergen (4. Semester)

Neuaufnahme August 2016

Neuaufnahme Aug 2016

Am 24.08.2016 konnten mehr als 130 neue Studierende aus der ganzen Welt am Comenius Kolleg begrüßt werden.

Alle freuen sich über die Neuankömmlinge und wünschen Ihnen viel Erfolg.

Logo des Comenius-Kollegs

Das Logo des Comenius-Kollegs besteht aus drei Elementen.


Die stilisierte Weltkugel steht für den Dialog mit anderen Kulturen und Religion.

Das Blatt weist auf den Unterrichtsschwerpunkt Ökologie hin.

Der griechische Buchstabe "Tau" ist das Zeichen der franziskanischen Bewegung.

Exkursion zu den Gemüsegärtnern in Kalkriese (Juli 2016)

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Bericht in der Neuen Osnabrücker Zeitung

Bericht einer Besucherin:

Leidenschaftlich, bunt, Froh...
33 Jahre Bio

Ein schöner, sonniger Morgen hat unsere große Studentengruppe am 4. Juli begrüßt. Wir, das sind die beiden M-Kurse vom Studienkolleg des Comenius Kollegs in Mettingen, aber unsere heutige Geschichte findet nicht am Kolleg statt!

41 Gesichter haben sich voller Bewunderung am Bus getroffen, den unsere Deutschlehrerin, Karin Thomas, gemietet hatte. Sie hatte die Exkursion organisiert. „Guck mal! Fünf Sterne hat der Bus!“ wurde öfter gehört. Schnell sind wir eingestiegen, weil „der frühe Vogel den Wurm fängt.“

Um 9 Uhr fuhren wir schon durch die grüne Landschaft, mit selbstgebackenem Kuchen als Menü für unterwegs direkt zu dem Abenteuer. Der Busfahrer, Herr Hoestein schenkte uns eine sichere und gemütliche Fahrt, obwohl das typische „Und wie lange dauert es?“ nicht gefehlt hat. Nach einer halben Stunde erreichten wir unser Ziel: den Bio-Betrieb „Gemüsegärtner aus Kalkriese“. Hier empfing uns Burkhard Preckel, einer der Chefs. Nach seinem Studium der Landwirtschaft hat er mit drei anderen Mitstreitern den Betrieb vor 33 Jahren gegründet, zu einer Zeit als hier in Deutschland kaum jemand wusste, was Bio eigentlich bedeutet. Er hat uns engagiert und fachkundig drei Stunden den Betrieb gezeigt.

Herr. Preckel zeigte zuerst die Gewächshäuser, wo es voll bis zum Dach mit Gemüse war. Er hat uns jede Menge Details erklärt, vom Samen bis zur Pflanze, wie die Bio-Produktion abläuft. In diesem Jahr ist das Haus dicht mit Gurken, Tomaten und vielfältigen Kräutern bestückt.
Um den Boden gut zu erhalten, werden die Ernten jedes Jahr getauscht.

In einem Gewächshaus finden stets umfangreiche Kreisläufe statt: von dem Wasser, das direkt unter der Erde [die mit kontrollierter Gründüngung bereichert wird] bis zur Beleuchtung von oben, damit manche Pflanzen im Winter mehr Licht erhalten. Alles wird regelmäßig - auch mithilfe von Computern – kontrolliert. Eine kleine Pflanze fängt in einen Kistchen an und wächst mit großer Pflege auf einem bewässerten Tisch. Danach, wenn sie stark genug gewachsen ist, kommt sie erst in die Sonne raus.

Auf in die Gärtnerei! Mit Hilfe von unserem Busfahrer haben wir die enge Straßen überquert und sind auf den Freilandfeldern der Gemüsegärtner gelandet. Mit sehr viel Sonne vom Himmel (Ich komme zwar aus Venezuela, kann aber dennoch die Sonne nicht so gut vertragen), haben wir gehört wie die Zwiebeln, Schnittlauch, Möhren, Salate und sogar die Blumen gepflegt werden. Wir haben viel von der Bodenbeschaffenheit , über biologische Schutz - und Pflegemaßnahmen erfahren. Mit sehr viel Leidenschaft und Einsatz wird hier gearbeitet: eine bestimmte Distanz zwischen den Pflanzen wird eingehalten, Netze auf die Möhren gegen Fliegen gelegt, Unkraut abgeflammt und die Ernte direkt von Hand durchgeführt, etc.

Was von den Pflanzen nicht gebraucht wird, bleibt im Boden als Hauptbestandteil der Gründüngung. Die Pflanzen ernähren sich von den Resten und von biologischem Mistkompost. .

Unter einem mächtigen Sonnensegel befinden sich die Kühlräume und die Packstation für die Gemüsekisten. Das Sortiment der Kisten kann wöchentlich individuell online oder telefonisch bestellt werden und werden in einem Umkreis von 70 Kilometern ins Haus geliefert. Ab einem Bestellwert von 25€ ist die Lieferung kostenfrei. Ansonsten findet man die Gemüsegärtner vier Mal in der Woche auf Osnabrücker Wochenmärkten. Alle Mitarbeiter geben sich große Mühe, das konnte man merken.

Zum Schluss konnten wir die leckeren Produkte des Betriebes probieren. Ein großer Tisch war für uns dekoriert und Brot, Käse, Obst und Säfte konnten von uns verzehrt werden. Viele sagten:“Oh,wie lecker ist das!“

Mit vollen Bauch hatten wir auch die Möglichkeit, kompliziertere Fragen zu stellen, über Produktionsfaktoren, Massentierhaltung, Kontrollen, andere Firmen, Gentechnik und vieles mehr. Natürlich wurde Burkhard auch gefragt, wie viel er verdiene.Mit einem Lächeln antwortete er:: „Als Bioanbauer wird man nicht reich, er ist zufrieden und glücklich.“
Wichtig für ihm war es auch zu erläutern, dass trotz der Schwierigkeiten des Bio-Anbaus, dort unsere Zukunft liege, „denn Bio ist die einzige Alternative, die gut zu unseren Klimaschutzidealen passt“.

Nach drei intensiven Stunden mussten wir uns verabschieden, um mit unserem neuen Wissen nach Mettingen zurückzukehren.

Die Frage ließ nicht mehr: Bio oder nicht Bio? Wenn jeder Mensch die Möglichkeit hätte, so einen Ausflug zu machen, wären die Antworten klar.

Die richtige Entscheidung liegt dann an uns allen.

Maria Daniela Arias Castro

Lehrerfortbildung in Essen - Kohlen muss man waschen! (Sep. 2016)

Lehrer 2016

Diese Erkenntnis ist eine von den vielen interessanten Neuigkeiten, die die Lehrer anlässlich eines Ausflugs in die ehemalige Bergbaustadt Essen erhielten. Auf dem Programm standen die „Zeche Zollverein“ und das „Museum Folkwang“.

Zunächst führte uns ein geborener Gelsenkirchener durch die einst weltweit größte und modernste Zechenanlage. Wir besichtigten die Kohlenwaschanlage (hier wird die Kohle vom Abraum getrennt) und den Förderturm. Immer wenn es eine Gelegenheit gab, die Schalke-Arena zu sehen, wurden wir auf diesen „wunderbaren Anblick“ hingewiesen. Als man von ganz oben eine gute Aussicht bei klarer Luft über das gesamte Ruhrgebiet hatte, zeigte man uns die einzelnen Städte und die großen Bauwerke, die von dort aus zu sehen sind. Nur beim Anblick des Fernsehturmes von Dortmund stockte dem Führer der Atem und es machten sich leichte allergische Reaktionen bemerkbar. Gleiches galt bei der Kombination von Gelb und Schwarz. Das Wort „Borussia“ ging gar nicht. Es war nicht zu überhören, dass der Führer Schalke-Anhänger war. Er nannte den Verein allerdings „Schalleke“. Ansonsten war er aber gut zu verstehen.

Nach einer Mittagspause ging es dann weiter ins Folkwang-Museum mit seiner einzigartigen Ausstellung, die man übrigens konstenlos besuchen kann. Ein weiterer Grund mal reinzuschauen, wenn man mal in der Nähe ist. Danach fuhren wir wieder zurück nach Mettingen. Die Schule hatte uns wieder. Zwei wirklich hoch interessante Programmpunkte bei traumhaftem Wetter und vielen lachenden Gesichtern. Was will man mehr.

Text: Klaus Menkhaus

Vom Geist der Franziskaner geprägt - Abschluss Juli 2016

128 Absolventen des Mettinger Comenius-Kollegs erhielten jetzt ihre Zeugnisse. Besonders freute sich der Kollegleiter Thorsten Bahlmann über die stattliche Zahl an Absolventen. Denn zusammen mit den Abiturienten erhielten auch die Prüflinge des Studienkollegs ihre Zertifikate. Das teilt das Kolleg in einer Presse-Information mit.

 

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Bei einer kleinen Feier, die wie immer von der international besetzten Musik- und Chor-AG unter der Leitung von Reinhild Veerkamp begleitet wurde, bedankte sich die Semestersprecherin Nadja-Yasmin Ernsting in einer sehr persönlich gehaltenen Rede bei allen Mitarbeitenden am Kolleg für die Unterstützung in den vergangenen drei Jahren. Besonders betonte sie, dass das Schulleben spürbar vom franziskanischen Geist geprägt sei. Sie sparte allerdings auch nicht an Kritik und verwies darauf, dass das Abitursemester unter unvermeidbaren Lehrerwechseln etwas gelitten habe, was aber der Leistung keinen Abbruch tat.

Für die Studienkollegiaten bedankte sich Andrea Cifuentes aus Kolumbien für das gute Lernklima. In ihrer Ansprache verglich sie das Kolleg mit dem Zusammenleben in einer Familie und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die international geknüpften Kontakte auch in der Zukunft Bestand haben.

Thorsten Bahlmann wies in seiner Rede auf einen Grundpfeiler des Kolleglebens hin: den Dialog unter den Kulturen und Religionen. Nur so könne es gelingen, dass junge Menschen aus 45 Nationen friedvoll und harmonisch miteinander lernen können. Auch im 44. Jahr seines Bestehens zeige sich das Comenius-Kolleg als eine feste Größe in der Mettinger Schullandschaft. Bahlmann freute sich auch über die große Zahl an sehr guten Abschlüssen, darunter Zeugnisse mit dem Notendurchschnitt 1,0.

 

Die Namen der Absolventen:
Ihre Zeugnisse erhielten: Thomas Bertram, David Blanke, Stefan Brands, Nadja-Yasmin Ernsting, Fabian Frese, Laura Funk, Julia Geyer, Aline Greiwe, Angelina Hanecke, Daniel Heyer, Bleranda Idrizi, David Juchem, Amely Kamper, Jamila Katkay, Melanie Klepatz, Nils Krabbe, Thorsten Krieger, Jan Josef Lücke, Björn Mengershausen, Lawinia Pott, Angela Ramljak-Teepe, Michael Richter, Adelina Rommel, Albert Schneidmiller, Bela Schöning, Konstantin Trojanov, Tom Verlemann, Marvin Verbarg, Tina von den Benken, Florian Wallner, Jonathan Witte, Magnus Wochnowski, Cassandra Zankl, Relana Brinkmann, Hendrik Egbers, Christoph Ilenseer, Frauke Köhne, Josia Menken, Jenny Nieland, Richard Riley, Kristoffer Spieß, Matthis Töpker, Christian Wiechert, Ali Abbasi, Husam Faroq Mohammed Abdullah, Dilgesh Abed, Awab Mohammed Aboluhom, Philip Awinda Akinyi, Wafaa Al Borom, Abdulkareem Al-Ali, Victor Andres Alarcon Rizzo, Mohammad Alasmar, Juanita Arango Vallejo, Abed Asaad, Ghita Baidi, Ardrianna Balcazar Sacchettoni, Ilham Belfqih, Guilherme Bonn de Hollanda, Sajan Budhathoki, Evert Andrés Buzón Badillo, Lluvia Cabrera Herrera, Josselyne Ginger Cabrera Honores, Giovanna Andrea Cifuentes Vanegas, Ana Gabriela Contreras Durand, Gustav Costa Zimpel, Camilo Cruz Moreno, Vinicius Dalpiccol, Claudia Dalilah De Oliveira Asbun, Dayane De Paula Gomes, Charity Christlieb Desach Kertawiguna, Youssouf El Hallaissi, Shadi Ezoji, Farah Mae Generalis-Klute, Leonardo Gomes Boaventura Costa, Carlos Gonzales del Rey, Sanju Gurung, Zakaria Hammadi Lamrani, Hedin Jesus Heckmann Linares, Paula Alejandra Hernández Lozada, Salma Idrissi, Siba Jarkas, Basel Jarkas, Mazen Kadi Bahri, Tamari Kakashvili, Deniz Köyünç, Anastasiya Kurylchyk, Glen Lalo, Mónica López, Samia Maouhoub, Mehrnegar Masoudian, Wilson Mendieta Jimenez, Andrés Felipe Mendoza Varela, Apinrix Menoha, Natália Miranda Brasil, Anas Miri, Juan Manuel Montes Santa, Daniel Morais de Araujo Pinheiro, Mohamad Moustafa, Reza Niazi, Liara Oliveira Sousa, Joan-Niklas Palicio Wichmann, Jorge Luis Pedrazas Berkhan, Mauricio Peredo Valdés, Marina Perli Schwarz, Daniela Alexandra Pernia Diaz, Alejandro Alberto Pichon Dávila, Bibiana Poveda Varga, Davood Rahbaralam, Clara Sophia Rendón Schatanek, Carlos Felipe Reyes Kempff, Ebrahim Rezai, Maria ose Rodriguez Zarama, Laura Sánchez Medina, Luis Ricardo Sandoval Melgarejo, Paulet Michelle Scacco Revelo, Malek Shaban, Elnaz Shademrouz, Angelica Simmonds, Mohamed Sinouh, Nelson Javier Suarez Pacheco, Ana Gabriela Tello artinez, Alejandra Torres Silva, Artsem Trush, Ricardo Valdez Sánchez, David Fernando Verastegui Stiglich, Ximena del Pilar Vivar Cornejo, Roujeen Yosef, Imane Zarhbouch.

Wieder einmal dem *Täter auf der Spur* (Sep. 2016)

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Bei der letzten Exkursion des 6. Semesters vor den Abiturprüfungen ging es am 31.8.16 zur Universität nach Osnabrück, in den Fachbereich Biologie, zum Schülerlabor explain-OS.

Nachdem auch die letzten Teilnehmer endlich mit den üblichen Verspätungen (Gebäude nicht gefunden, noch etwas essen müssen) eingetrudelt waren, konnte Dr. Stefan Walter aus der Abteilung ‚Angewandte Genetik der Mikroorganismen’ mit seinen Einführungen beginnen.

Da sich die Studierenden kurz vor der Reifeprüfung befinden und in ihrer Kollegzeit schon viel Wissen angehäuft haben, konnten sie auf die Fragen von Dr. Walter umfassend und richtig antworten – manchmal jedenfalls.

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Wir begaben uns inhaltlich auf die Spur nach dem Täter eines Gewaltverbrechens. Dazu wiederholte Dr. Walter mit uns zunächst die grundlegenden Kenntnisse über die DNA. Schließlich stand die Frage im Vordergrund, wie es gelingt, einen bestimmten DNA-Abschnitt zu erhalten und diesen zu vervielfältigen.

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Jeweils in Zweiergruppen pipettierten die Studierenden jeweils nach Vorgabe geringe Mengen der notwendigen Materialien (DNA-Template, Nucleotide, hitzestabile Polymerase) in Eppendorf-Gefäße. Diese wurden dann in einen Thermozykler gegeben, der dann mittels PCR (Polymerase-chain-reaction) große Mengen, also Millionen an DNA-Strängen produzierte.

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Aus flüssiger Agarose gossen wir das Gel für die Gelelektrophorese und gaben jeweils gruppenweise Proben (von *Opfer* und *Tatverdächtigen*) in die Geltaschen.

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Da sich die DNA jedes Menschen in spezifisch sich wiederholenden Abschnitten der nicht-codierenden DNA unterscheidet, was erheblichen Einfluss auf die Länge des DNA-Stranges hat, konnten wir später das Ergebnis angefärbt unter UV-Licht beobachten. Dabei gilt, dass lange Stränge nur relativ kurze Strecken durch das Gel zurücklegen und kurze Stränge längere Wanderungswege haben.

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Letztendlich erläuterte Dr. Walter noch, in welchen Bereichen diese gentechnischen Werkzeuge Anwendung finden, seien es Forensik, Vaterschaftsnachweise oder die Diagnose von Erbdefekten. Auch zeigte sich hier die moralisch-ethische Dimension der Arbeit eines Molekularbiologen auf.

Obwohl wir mehrere Stunden im Labor beschäftigt waren, kam keine Müdigkeit auf und alle waren hochkonzentriert bei der Sache.

Das ist vor allem auch der temperamentvollen und humorvollen Art von Dr. Walter zuzuschreiben. Danke dafür!

Text und Fotos: Susanne Böttcher

Diverse Exkursionen am Ende des Semesters (Juli 2016)

 

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Die Erdkunde-Kurse des 3. und 4. Semesters machten sich in den letzten zwei Wochen zu einigen Exkursionen auf den Weg. Zunächst besuchten der Grund- und Leistungskurs des 4. Semesters den Piesberg in Osnabrück, um sich einen Überblick über den Wandel dieses ehemaligen Gesteinsabbaugebietes zu einem Ort der erneuerbaren Energien in Form eines Windparks zu verschaffen. Jahrzehntelang wurde das Gebiet am Piesberg vom Gesteinsabbau und der Mülldeponie geprägt und war für die Öffentlichkeit in großen Teilen nicht zugänglich. Im gigantischen „hohlen Zahn" des Piesbergs haben sich trotz oder gerade wegen der Steinbruchtätigkeit wertvolle Lebensgemeinschaften der Tier- und Pflanzenwelt angesiedelt. Jetzt – nach der Schließung der Deponie im Jahr 2005 und dem schrittweisen Rückzug des Gesteinsabbaus bis 2030 – öffnet sich vor den Toren der Stadt Osnabrück ein rund 400 Hektar großes Areal mit einem wahren Schatz an Möglichkeiten. Im Vordergrund steht die Gestaltung eines Kultur- und Landschaftsparks, der Natur, Industriekultur und Geologie des Piesbergs verbindet. Parallel werden Angebote zur Freizeit- und Kulturgestaltung ausgebaut und mit den bestehenden Einrichtungen verknüpft. Langfristig entsteht so ein hoch attraktiver Natur-, Kultur- und Freizeitstandort mit überregionaler Ausstrahlungskraft.

Für den Erdkunde-Leistungskurs des 3. Semesters hieß es, der Geflügelproduktion in großem Ausmaß auf den Grund zu gehen. Hierzu besuchten die Studierenden den Betrieb Emsland Landgeflügel in Haren (Ems), der den größten in ganz Europa mit über 400.000 Schlachtungen pro Tag darstellt. Zunächst erfolgte ein Vortrag in gemütlicher Runde über dieses Unternehmen durch die Mitarbeiterin Janine Baalmann. Hierbei wurden die zahlreichen Fragen der Studierenden offen und ausführlich beantwortet. Unter Einhaltung strenger hygienischer Vorschriften erfolgte dann eine Führung durch die Geflügelfleischproduktion. Von dem Eintreffen der Hühner per LKW, dem Transport auf einem Fließband durch die CO2-Kammern, die die Hühner betäuben, dem Töten der Hühner durch einen Kehlschnitt, dem Rupfen der Federn, dem Herausnehmen der Innereien und dem Zerteilen der Hühner in diverse Stücke konnten alle Stationen genau besichtigt werden.

Beide Leistungskurse kamen dann noch in den Genuss, den kleinen Neuland-Betrieb unserer Bio-und Erdkunde-Lehrerin Marion Finkmann zu besichtigen. Hier wurden die Studierende über diverse Bedingungen und Auflagen, die so ein Betrieb erfüllen muss, informiert und konnten sich die Haltung der Tiere in natura ansehen. Neben der Schweineproduktion für den Verkauf, zeigte Marion ihren vielfältigen Tierbestand und ihre Ackerflächen zur Futtermittelproduktion. Aber auch andere Mitbewohner sollen nicht unerwähnt bleiben, wie zum Beispiel Rinder, Enten, Gänse, Pferde, Bienen, Kaninchen und ein Esel.


Text und Bilder: Stefanie Schwaninger