„Mettingen“ im Unterricht

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„Mettingen ist ja doch ganz hübsch.“ – „Ich werde mir am Wochenende mal das Tüöttenmuseum im Hotel Telsemeier ansehen.“ – „Bedeutende Unternehmen wie C&A stammen hierher.“ – aber auch: „Hier ist fast nichts los!“ – „Mettingen ist doch sehr klein.“ – „Hier gibt es viele alte Menschen.“ Das sind einige Reaktionen der Studienkollegiaten des 1.Semesters des W- und des T-Kurses, die sich zu Beginn ihrer Zeit am Studienkolleg im Deutschunterricht mit dem Ort, seiner Struktur und Geschichte, beschäftigten. Immerhin werden sie etwa ein Jahr lang ihre Tage in Mettingen verbringen, nicht wenige wohnen sogar dort.

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Aufnahme (August 2015)

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Am ersten Schultag im neuen Schuljahr konnte der Kollegleiter Thorsten Bahlmann und der Träger des Kollegs, vertreten durch Pater Osmar Gogolok, mehr als 120 neue Studierende begrüßen.

Nachdem die große Gruppe aufgeteilt wurde, bekamen die Neulinge wichtige Informationen für den erfolgreichen Start in diesen Lebensabschnitt.

Man konnte vielen Gesichtern die freudige Erwartung ansehen.

Die gesamte Schulgemeinsschaft freut sich über die Neuankömmlinge und wünschen Ihnen einen guten Start.

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Am Freitag verstarb P. Serafin Prein ofm. (März 2015)

PaterSerafin

Er war Mitinitiator des Comenius-Kollegs und hat es langjährig unterstützt.
Bis zuletzt hat er das Kolleg in seine Gebete einbezogen und uns alle damit bestärken wollen.
Das Kolleg war ein Teil seiner Ideen, seiner Berufung, und wir schulden ihm für sein Engagement, seine Gedanken und Gebete großen Dank.

 Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 01. April 2015 um 14.30 Uhr in der St. Agatha-Kirche zu Mettingen statt.
Dazu sind alle, die sich mit P. Serafin verbunden fühlen, herzlich eingeladen.

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Auf den Spuren der Missionare (Juni 2015)

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Henning Krämer hat seine Examensarbeit über die deutschen Franziskanermissionare in Nordostbrasilien jetzt im Brasilienkunde-Verlag in Mettingen veröffentlicht. Foto: Oliver Langemeyer

Von Oliver Langemeyer

METTINGEN. Henning Krämer blättert in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Viele Stunden in Bibliotheken und Lesesälen liegen hinter ihm. Mit dem Beitrag über die deutschen Franziskanermissionare in Nordostbrasilien zwischen 1889 und 1960 schloss der 33-jährige Schlickelder vor fünf Jahren sein Theologiestudium ab.

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Agape (März 2015)

Regenbogen

               „Wir sind bunt!“

 Comenius-Kolleg steht für Vielfalt und Toleranz

„Das Boot ist voll“, so tönt es durch die mit Menschen gefüllte Pausenhalle. Einige Studierende sitzen in einem Schlauchboot. Es ist der Schluss einer kurzen Spielszene, die häufig zu hörende Vorurteile und Ressentiments gegenüber Flüchtlingen und Ausländern verdeutlicht hat. Auf schwarzen Plakaten stehen dazu passende Schlagzeilen, Zitate und Aussagen aus den Medien und von Politikern, die in den letzten Jahren mit Populismus Ängste geschürt haben. Diese Vorurteile machen das Boot voll. Ohne Not und ohne Sinn, denn wenn man sich die reellen Zahlen, Daten und Fakten nüchtern anschaut, werden mögliche Gründe für Ängste direkt widerlegt.

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Lehrer am Comenius-Kolleg (März 2015)

Lehrer

Lehrst du noch oder lernst du schon?
Als junger Lehrer, der gerade das Referendariat beendet hat, ist man der Meinung, dass man in die Welt hinaus geht und die Schüler von dem geballten Wissen lernen, das man während seiner Ausbildung angehäuft hat. Der Wissensstrom läuft dabei ausschließlich in die Richtung der Schüler. Deckel auf – Input rein – Deckel zu. In manchen Schulen kann dies Alltagspraxis sein.
Anders im Comenius-Kolleg. Lernen von den Lernern heißt hier die Devise, denn das Lernen am Comenius-Kolleg erfolgt im Dialog – ganz in der franziskanischen Tradition, denn die nordostbrasilianische Franziskanerprovinz ist Träger des Kollegs.

Hier kommen Menschen zusammen, die im Besitz einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind, die über Lebenserfahrung verfügen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und die ein konkretes Ziel vor Augen haben. Dies gilt für beide Seiten gleichermaßen – sowohl den Lehrer als auch den Studierenden, so nennen wir unsere erwachsenen Schüler am Kolleg. Und hier liegt die Stärke dieser Institution. Lehrer und Studierende können voneinander profitieren. Man lernt voneinander und miteinander.

 Die Praxiserfahrung der Lernenden spielt dabei eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung theoretischer Inhalte und der praktischen Umsetzung. Wir denken an die alleinerziehende Mutter zweier Kinder, die im Soziologieunterricht auf die Schwierigkeiten des Sozialsystems in Deutschland aufmerksam macht. Wir denken aber auch an den brasilianischen Studenten, der am Comenius-Kolleg die Anerkennung seines brasilianischen Abiturs erlangen möchte und seine Mitschüler auf die beklagenswerten Zustände in den Armenvierteln (Favelas) seiner Heimatstadt hinweist. Denn auch das ist das Comenius- Kolleg. Ein Ort, an dem ausländische und inländische Menschen einander begegnen, sich austauschen und einen höheren Bildungsabschluss, wie die Fachhochschulreife und das Abitur erwerben können. Ausländische Schüler aus aller Welt kommen an die Schule, was für einen stetigen kulturellen Austausch und das Reflektieren des gemeinsamen Umgangs sorgt.

 Viele der Inländer sind oft überrascht, wie unterschiedlich Verhaltensweisen und Gestiken des Alltags wahrgenommen werden können. Wer weiß schon, dass unsere häufig verwendete Handbewegung, bei der wir Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis schließen und mit der wir „okay“ signalisieren wollen in anderen Ländern eine üble Beschimpfung sein kann? Wer weiß, dass ein Kopfschütteln in Indien nicht Nein sondern Ja bedeutet? Durch die Begegnungen am Comenius-Kolleg nimmt man aber nicht nur sprachliche Ausdrucksformen mit nach Hause, sondern auch kulinarische Anregungen in Form von regionalen und exotischen Köstlichkeiten, die beispielsweise an Projekttagen, zu religiösen Anlässen oder zu offenen Schulveranstaltungen durch die Kollegiaten hergestellt werden. Es wird klar: Das Comenius-Kolleg ist weit mehr als ein Ort des Lehrens. Es ist ein Ort des Teilens und des miteinander Lernens.

 

Bewerbungen sind jederzeit möglich!

 

Quelle: MM-Marktplatz Mettingen - Nr. 30, Februar 2015