Agape (März 2015)

               „Wir sind bunt!“

 Comenius-Kolleg steht für Vielfalt und Toleranz

„Das Boot ist voll“, so tönt es durch die mit Menschen gefüllte Pausenhalle. Einige Studierende sitzen in einem Schlauchboot. Es ist der Schluss einer kurzen Spielszene, die häufig zu hörende Vorurteile und Ressentiments gegenüber Flüchtlingen und Ausländern verdeutlicht hat. Auf schwarzen Plakaten stehen dazu passende Schlagzeilen, Zitate und Aussagen aus den Medien und von Politikern, die in den letzten Jahren mit Populismus Ängste geschürt haben. Diese Vorurteile machen das Boot voll. Ohne Not und ohne Sinn, denn wenn man sich die reellen Zahlen, Daten und Fakten nüchtern anschaut, werden mögliche Gründe für Ängste direkt widerlegt.

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Lehrer am Comenius-Kolleg (März 2015)

Lehrer

Lehrst du noch oder lernst du schon?
Als junger Lehrer, der gerade das Referendariat beendet hat, ist man der Meinung, dass man in die Welt hinaus geht und die Schüler von dem geballten Wissen lernen, das man während seiner Ausbildung angehäuft hat. Der Wissensstrom läuft dabei ausschließlich in die Richtung der Schüler. Deckel auf – Input rein – Deckel zu. In manchen Schulen kann dies Alltagspraxis sein.
Anders im Comenius-Kolleg. Lernen von den Lernern heißt hier die Devise, denn das Lernen am Comenius-Kolleg erfolgt im Dialog – ganz in der franziskanischen Tradition, denn die nordostbrasilianische Franziskanerprovinz ist Träger des Kollegs.

Hier kommen Menschen zusammen, die im Besitz einer abgeschlossenen Berufsausbildung sind, die über Lebenserfahrung verfügen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und die ein konkretes Ziel vor Augen haben. Dies gilt für beide Seiten gleichermaßen – sowohl den Lehrer als auch den Studierenden, so nennen wir unsere erwachsenen Schüler am Kolleg. Und hier liegt die Stärke dieser Institution. Lehrer und Studierende können voneinander profitieren. Man lernt voneinander und miteinander.

 Die Praxiserfahrung der Lernenden spielt dabei eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung theoretischer Inhalte und der praktischen Umsetzung. Wir denken an die alleinerziehende Mutter zweier Kinder, die im Soziologieunterricht auf die Schwierigkeiten des Sozialsystems in Deutschland aufmerksam macht. Wir denken aber auch an den brasilianischen Studenten, der am Comenius-Kolleg die Anerkennung seines brasilianischen Abiturs erlangen möchte und seine Mitschüler auf die beklagenswerten Zustände in den Armenvierteln (Favelas) seiner Heimatstadt hinweist. Denn auch das ist das Comenius- Kolleg. Ein Ort, an dem ausländische und inländische Menschen einander begegnen, sich austauschen und einen höheren Bildungsabschluss, wie die Fachhochschulreife und das Abitur erwerben können. Ausländische Schüler aus aller Welt kommen an die Schule, was für einen stetigen kulturellen Austausch und das Reflektieren des gemeinsamen Umgangs sorgt.

 Viele der Inländer sind oft überrascht, wie unterschiedlich Verhaltensweisen und Gestiken des Alltags wahrgenommen werden können. Wer weiß schon, dass unsere häufig verwendete Handbewegung, bei der wir Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis schließen und mit der wir „okay“ signalisieren wollen in anderen Ländern eine üble Beschimpfung sein kann? Wer weiß, dass ein Kopfschütteln in Indien nicht Nein sondern Ja bedeutet? Durch die Begegnungen am Comenius-Kolleg nimmt man aber nicht nur sprachliche Ausdrucksformen mit nach Hause, sondern auch kulinarische Anregungen in Form von regionalen und exotischen Köstlichkeiten, die beispielsweise an Projekttagen, zu religiösen Anlässen oder zu offenen Schulveranstaltungen durch die Kollegiaten hergestellt werden. Es wird klar: Das Comenius-Kolleg ist weit mehr als ein Ort des Lehrens. Es ist ein Ort des Teilens und des miteinander Lernens.

 

Bewerbungen sind jederzeit möglich!

 

Quelle: MM-Marktplatz Mettingen - Nr. 30, Februar 2015

Verwendung der Spendengelder des Sporttages des Comenius-Kollegs

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Fortschritt und Wachstum durch einen Staudamm und nur „ein paar Indigene“, die ihre angestammten Siedlungen verlassen müssen? Ist Strom aus Wasserkraft denn nicht „grün“ und nachhaltig? Mit diesen Problemen beschäftigte sich Silke Tribukait von der Aktion Solidarische Welt (ASW) bei ihrem engagierten Vortrag im Comenius-Kolleg. Sie war aus Berlin angereist, um über die Verwendung eines Teils des Geldes zu informieren, das beim Sport- und Spendentag im Mai durch einen Lauf von Studierenden und Lehrenden von Osnabrück nach Mettingen gesammelt worden war. 2000 Euro davon waren an „Movimento Xingu Vivo Para Sempre“ gegangen.

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Herzliches Willkommen am Comenius-Kolleg! (Feb. 2015)

Neubeginn im Februar - aus dem sonnigen Brasilien ins verschneite Mettingen

Herzlich Willkommen Feb. 2015

Studierende aus vielen Nationen versammelten sich zu Beginn des Sommersemesters 2015 in der Aula des Kollegs, als Thorsten Bahlmann, Leiter des Comenius-Kollegs, die Erstsemester begrüßte. Er wies auf die 43-jährige Geschichte der Schule in franziskanischer Trägerschaft hin, die bereits von Studierenden aus über 100 Nationen besucht worden sei. Das friedliche Miteinander stehe an dieser UNESCO-Projektschule im Mittelpunkt.

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Zeugnisausgabe am Studienkolleg (Jan. 2015)

Sechzig aus fünf

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Wieder einmal gab es Zeugnisse, wieder einmal beendeten Studierende des Studienkollegs mit der Feststellungsprüfung ihre Zeit im Studienkolleg in Mettingen.

Diesmal waren es über sechzig aus fünf Kontinenten, die am 12. Januar 2015 ihre Zeit in Mettingen abschlossen und damit einen neuen Abschnitt in ihrer Ausbildung begannen, indem sie sich die Berechtigung zum Studium erworben hatten.

 

Die Begriffe Toleranz und Vorurteil standen bei den Worten, die zur Verabschiedung gesprochen wurden, im Vordergrund.

Schulleiter Thorsten Bahlmann stellte an einem Beispiel dar, wie schnell Vorurteile Gemeinschaft zerstören können. Insbesondere, aber nicht nur die Vorurteile, die man gegenüber den Bewohnern eines anderen Staates oder gegenüber einer anderen Religion hat.

 

 

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Abiturientenentlassung ist seit vielen Jahren ein Festtag für das Comenius-Kolleg (Dez. 2014)

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 Mit den Worten „Heute stehen wir hier und brennen darauf, gleich unsere Zeugnisse entgegenzunehmen“ begrüßten Jana Knipping und Martin Vogelmann, Sprecher des Abiturjahrgangs, die zur Entlassungsfeier am Comenius-Kolleg versammelten Studierenden, Eltern und Lehrer. „Vor knapp drei Jahren waren wir ähnlich aufgeregt, als wir zum ersten Mal erwartungsvoll das Foyer des Comenius-Kollegs betraten. Jetzt sind aus den damaligen Sitznachbarn Freunde geworden und die Lehrer nennen wir nun Susi, Carla, Norbert … .“

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