Exkursion zum Museum für Industriekultur in Essen und zur Magarethenhöhe (Juni 2017)

Zunächst besuchte der Leistungskurs des 4. Semesters am 23. Juni das Museum für Industriekultur, wo die Studierenden an einer Führung durch die Dauerausstellung teilnahmen. Es wurde über die Geschichte der Kohleproduktion in Essen sowie den Wandel des Ruhrgebiets und dessen heutiges Gesicht informiert.

Nach einer kurzen Mittagspause hieß es dann für die Studierenden, sich auf den Weg zum Stadtteil Margarethenhöhe zu machen, durch den eine ortskundige Dame durch den Stadtteil führte, der eigens von Margarethe Krupp initiiert und gefördert und als Gartenstadt angelegt wurde.

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108 Studierende feiern ihren Schulabschluss am Comenius-Kolleg (Juli 2017)

„Wir haben hier eine „Familie“ gefunden, Freunde, die als Familie gedient haben“

Abschluss Juli 2017

Abschied nehmen und verabschieden hieß es wieder einmal am Comenius- Kolleg, und die Halle des Kollegs war so gefüllt von der gesamten Schulgemeinschaft und Freunden und Angehörigen der Absolventen, dass nicht alle einen Sitzplatz fanden. 108 Studierende erhielten das Abiturzeugnis und das Zeugnis über die Feststellungsprüfung, die erstrebte Eintrittskarte für ein Studium an einer deutschen Universität oder Fachhochschule. Und die Gemeinschaft, die alle in den 1, 2 oder 3 Jahren ihres Kollegbesuchs erfahren haben, bestimmte die bewegende und spontane Veranstaltung mit ihren unterschiedlichen Beiträgen.

So schilderte Marianne Deborah Gossens, Studienkollegiatin, ihre Befürchtungen. „Werden wir Freunde finden? Schaffen wir das? Reichen unsere Noten für eine erfolgreiche Bewerbung für einen Studienplatz?“ Aber jetzt, im Nachhinein, sei es eine schöne, durch das Kennenlernen so vieler Kulturen bereichernde Zeit gewesen. „Es lohnt sich, hierher zu kommen.“

Auch Dennis Witowski, Kollegiat und jetzt Abiturient, verglich seine vorherigen Empfindungen mit den Unwägbarkeiten einer Pralinenschachtel. „Man weiß nicht, was man bekommt.“ Aber jetzt hätten sich alle Pralinen als „köstlich“ erwiesen. Dabei seien sowohl die Mitschüler als auch die Lehrer ganz unterschiedlich gewesen. Sein Appell lautete:

„Der Zweite Bildungsweg ist ein großes Geschenk, das man schätzen und bewahren muss!“

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der jetzt Ehemaligen mit dem Kolleg zeigte sich auch in kleinen Geschenken an ihre Lehrer, ebenso – und von großem Beifall begleitet – an die „Unsichtbaren“, die hinter den Kulissen das Funktionieren solch einer Schule garantieren, die Sekretärin, die Verwaltung des Studienkollegs und der Hausmeister. Und sie vergaßen nicht sich selbst, d.h. Mitstudierende, die sich besonders für das Kolleg und den Zusammenhalt des Semesters engagiert haben.

Der Schulleiter Thorsten Bahlmann erinnerte demgegenüber auch an die schwierigen Zeiten in der Schullaufbahn, die er mit einer Rose verglich, die eben auch – an manchen Stellen – dornig sei. Diese „Dornen“ würden aber eher vergessen, gegenüber positiven Erlebnissen. Er machte auch darauf aufmerksam, dass wie die Rose so das Leben einen „Boden“, eine Grundlage, brauche und das könne der Glaube sein. Allen wünschte er daher, dass sie diese Grundlage auch in ihrer Zukunft bewahrten.

Bei der Übergabe der Zeugnisse, im Bilde der Rose die Blüte, erhielten alle Absolventen solch eine Blume. Manche - eher viele - wurden durch ein Ehrenzeugnis für besondere Aktivitäten für die Schulgemeinschaft ausgezeichnet, etwa die Mitwirkung im ASTA, die Gestaltung der Eine-Welt-Woche oder die Verantwortung für die Technik bei Schulveranstaltungen.

Für den festlichen, aber keinesfalls steifen Rahmen sorgten die erfolgreiche Tanzgruppe „Son Latino“ und die Musikgruppe, die diesmal ganz im Sinne der Gemeinschaft über Alter, Hautfarbe, Religion und Nationalität hinweg aus Mitwirkenden aus 4 Kontinenten bestand. Und dass die Absolventen sich weiterhin dem Kolleg verbunden fühlen, zeigt ein Geschenk für die gesamte Schule, eine Spende an den Förderverein des Comenius-Kollegs. (FÖRDERVEREIN DES KOLLEGS)

„Son Latino“ Tanzgruppe des Comenius-Kollegs - erreicht Finale (Juni 2017)

 

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„Euer Tanzen und Eure Ausstrahlung begeistert alle, man merkt euch die Freude am Tanzen an!“ So überschwänglich waren die Reaktionen der Jury aus Fachleuten auf den Auftritt von Son Latino beim Halbfinale des DAK Dance-Contest 2017, das in Hamm stattfand. Jurorin Julia Torggler konnte sich sogar keine Notizen machen, sondern klatschte wie die anderen Juroren mit, wippte mit und wollte sogar auf der Bühne mittanzen. Belohnt wurde der Auftritt mit einem 2. Platz in der Leistungsklasse Pre-Champs und der Weiterleitung zum Finale am 9. September im Centro Oberhausen.

Dabei war die Gruppe hinterher sogar selbstkritisch. „Wir müssen noch mehr üben und vielleicht in unsere Choreografie noch neue Schritte aufnehmen“, meinte z.B. Andrea D’Derlee. Allerdings hätten sie nach ihrer Einschätzung auch den 1. Platz belegen können, denn sie hätten sehr gut und mit viel Energie getanzt. Und gegenüber dem Tanzen der anderen Gruppen hätten sie sich wohl auch durch ihre südamerikanische Tanzweise, die auf afrikanische Ursprünge zurückgeht, hervorgehoben. Zwar waren die 8 jungen Frauen vor ihrem Auftritt im Jahnstadion vor großem Publikum und in Konkurrenz mit anderen sehr nervös, genossen aber die Veranstaltung sehr und hatten viel Spaß dabei. Alle haben schon früher in ihren Heimatländern in anderen Gruppierungen getanzt, haben sich jetzt aber auf Anregung ihrer Lehrerin Petra Köstler neu zusammengefunden und in den letzten Monaten ihr Programm auch mit deren Unterstützung erarbeitet.

Dieses Halbfinale war ein Programmpunkt der Ruhr Games 2017, eines Sport- und Kulturfestivals eben auch am Standort Hamm, das dort ganz im Zeichen der europäischen Jugendbegegnung stand. Ein internationales Jugendcamp wurde begleitet von 40 Workshops zum Mitmachen und Konzerten mit hochkarätigen Interpreten. Da fügte sich der Erfolg der internationalen Gruppe Son Latino, die sich erst am Studienkolleg im westfälischen Mettingen zusammengefunden hat, gut hinein. Die zweite Mettinger Gruppe, die sich auch für das Halbfinale qualifiziert hatte, konnte leider an dieser Veranstaltung nicht teilnehmen.

Ein sonniger Tag im Nettetal mit dem 2. Semester (Juli 2017)

Nettetal 2017

Am Montagmorgen, den 3. Juli 2017, startete das 2. Semester zum eintägigen Ausflug ins Nettetal bei Osnabrück. Bei schönem Sonnenschein und mit viel guter Laune kletterten die Studierenden hinauf zur Burgruine der Wittekindsburg. Die Burg diente während der Sachsenkriege (700-800 n. Chr.) der Verteidigung. Es ist die älteste frühmittelalterliche Burg Niedersachsens. Nach der Besichtigung der Burgruine konnten sich die Studierenden beim Minigolf oder im Kletterwald an der Nette erholen. Auf dem Weg dorthin wurde ein Foto an der alten Wassermühle gemacht. Hiernach teilte sich das 2. Semester in Kleingruppen auf, entweder um wie Tarzan durch den Wald zu schwingen oder um den Golfball über die Minigolfbahn laufen zu lassen.

Tanzgruppen des Comenius-Kollegs im Halbfinale (Juni 2017)

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„Son Latino“, eine Gruppe von 8 Lateinamerikanerinnen, und „Stylez and Skillz Crew“, ein Tanzpaar aus China und Deutschland, haben sich für das Halbfinale des DAK Dance-Contest 2017 am 17. Juni in Hamm qualifiziert. Alle besuchen das Comenius-Kolleg und bereiten sich auf das Abitur und die Feststellungsprüfung vor. Die „Stylez und Skillz Crew“ verbindet in ihrem Beitrag Elemente des traditionellen chinesischen Tanzes und Break Dance, während die Choreografie von „Son Latino“ auf afrikanische Tänze zurückgeht. Durch eine Fachjury und Online-Voting wurden sie auf der Basis eines 3-minütigen Videos für das Halbfinale ausgewählt.

Mit dieser Aktion will der Veranstalter Jugendliche zu vermehrter sportlicher Aktivität anregen. Partner des Dance Contest ist der Präventionsexperte Ingo Froböse, Professor an der Sporthochschule Köln, der gerade dem Tanz mit der Kombination von Bewegung und Spaß einen großen Trainingsanreiz zuspricht. Und das sieht man manchmal nachmittags bei schönem Wetter, wenn „Son Latino“ auf dem Platz vor dem Kolleggebäude ihre Choreografie einstudiert.

Besuch des Technikkurses des Comenius-Kollegs bei Scania Osnabrück / Velpe (Juni 2017)

Comenius-Kolleg Skania Velpe

Sehr herzlich wurde der Technikkurs des Comeniuskollegs in Mettingen am 30.6.2017 bei Scania in Velpe von Erik Bergvall begrüßt.

Am Freitagmorgen hatte sich der Kurs mit dem Fahrrad auf den Weg nach Velpe gemacht.

Im Rahmen des Klasse!Paten Programms zeigte der technische Geschäftsleiter Markus Klene den 20 Studierenden die Scania Werkstatt, wo nicht nur Lastwagen repariert werden, sondern auch der TÜV abgenommen wird. Beeindruckend waren die riesigen Achtzylinder der neuen A 8 Klasse. Beim Probesitzen in den komfortablen Fahrerkabinen hatten die Studierenden viel Spaß. In der Werkstatt wird im Zweischichtsystem gearbeitet und es gibt acht Auszubildende. Dies und vieles mehr erfuhren die Studierenden bei der einstündigen Führung. Interessiert verfolgten sie die Ausführungen über die verschiedenen LKW-Modelle und viele angeregte Gespräche wurden mit Erik Bergvall und Markus Klene geführt.

Bischofsbesuch am Comenius-Kolleg (Mai 2017)

Besuch des Weihbischofs Dr. Hegge am Comenius-Kolleg

Am Dienstag, 23. Mai 2017 erhielten wir am Kolleg Besuch vom Weihbischof Dr. Christoph Hegge.

Im Rahmen seiner Visitation der Pfarrgemeinde Mettingen hat sich der Bischof auch Zeit dafür genommen, unsere multikulturelle, völkerverbindende Schule in franziskanischer Trägerschaft zu entdecken.

Das Begrüßungslied *Waka waka* von Shakira, dargeboten vom internationalen Chor unter der Leitung von Reinhild Veerkamp, beeindruckte ihn sehr, da es Studierende von vier Kontinenten z. T. in ihrer Heimatsprache vorgetragen haben.

Im Gespräch mit den Vertretern verschiedener Gruppen der Schulgemeinde konnten ihm die Besonderheiten der christlichen Erwachsenenbildung im interkulturellen Dialog näher gebracht werden.

Alle Beteiligten empfanden die leider nur kurze Begegnung als sehr bereichernd.

Förderverein des Comenius-Kollegs mit neuem Vorstand (Juni 2017)

Vorstand des Fördervereins

Neuer und alter Vorstand (v.l.n.r.): Heiko Frankenberg, Gerborg Meister, Marianne Ellermann, P. Osmar Gogolok ofm

Den neuen Vorstand bilden Heiko Frankenberg und Gerborg Meister. Herr Frankenberg ist als ehemaliger Kollegiat dem Kolleg besonders verbunden. Frau Meister möchte als Lehrerin im Ruhestand durch ihr Engagement möchte das Kolleg auch weiterhin aktiv unterstützen.

Notwendig war die Wahl geworden, nachdem der bisherige Vorstand mit Frau Marianne Ellermann und Pater Osmar für die weitere Arbeit nicht mehr zur Verfügung steht. Über mehr als 30 Jahre hat der alte Vorstand die Geschäfte des Fördervereins geführt und dabei dem Kolleg oft durch z.B. die Finanzierung der Werbung geholfen.

In ihren kurzen Statements erläuterten die beiden scheidenden Vorstandsmitglieder während der Mitgliederversammlung die besondere Bedeutung einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung neben dem gut aufgestellten Träger.

Alle Teilnehmer dankten dem bisherigen Vorstand für die über Jahrzehnte geleistete Arbeit.

Durch den neuen Vorstand soll es nun zu einem schwungvollen Neuanfang des Fördervereins kommen. Die knapp 20 anwesenden Mitglieder des Vereins wünschten sich eine größere Bekanntheit des Vereins und eine weitere Stärkung durch viele neue Mitglieder.

weiteres Informationen unter: Förderverein des Comenius-Kollegs

 

UNESCO-Projektschulen stellen Globale Nachhaltigkeitsziele ins Zentrum ihrer Arbeit (April 2017)

Schulleitertagung im Auswärtigen Amt in Berlin

Die Globale Nachhaltigkeitsagenda ist Leitbild der über 250 UNESCO-Projektschulen in Deutschland. Das unterstrichen die Schulleiterinnen und Schulleiter der UNESCO-Projektschulen im Rahmen einer Tagung, die auf Einladung von Staatsministerin Maria Böhmer am 5. April im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand. Teilnehmer zeigten, wie Schulen durch ihre Profile und ihre pädagogische Arbeit nachhaltige Entwicklung wirkungsvoll umsetzen können.

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 „Die UNESCO-Schulen nehmen eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle ein: Sie unterstützen aktiv die Ziele der UNESCO und engagieren sich für eine Kultur des Friedens und für eine nachhaltige Entwicklung“, unterstrich Böhmer im Rahmen der Tagung. „In der Agenda 2030 wird die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Wertschätzung kultureller Vielfalt betont. Ich würde mir wünschen, dass viele Schulen dem Beispiel der UNESCO-Projektschulen folgen und diese Ziele noch stärker fördern. Denn sie sind entscheidend für das Zusammenleben und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“ 

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: „Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Erwerb von Kompetenzen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt ermöglichen. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, mit Wandel und Risiken umzugehen. Sie müssen wissen, welche Möglichkeiten sie haben, globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Wasserknappheit oder der Armut zu begegnen. Die heutige Tagung hat gezeigt, dass UNESCO-Projektschulen bereits jetzt tragfähige Konzepte entwickelt haben, um genau das zu tun. Diese wollen wir im ständigen Austausch mit der gesamten Bildungslandschaft weiterentwickeln und in die Breite tragen.“

Teilnehmer betonten in zahlreichen Workshops, dass nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen der Schularbeit umgesetzt werden müsse – als Querschnittsthema fächerübergreifend im Unterricht, im Schulprofil und in der Betriebs- und Mitarbeiterführung. Zugleich müssten sich Schulen noch stärker öffnen und auch außerschulische Lernorte in ihre Arbeit einbeziehen. Zahlreiche gute Praxisbeispiele aus UNESCO-Projektschulen in ganz Deutschland machten im Rahmen der Tagung deutlich, dass die Ausrichtung an dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung Bestandteil hochwertiger Bildung ist.

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Hintergrundinformationen zu UNESCO-Projektschulen

Über 250 UNESCO-Projektschulen in Deutschland arbeiten gemäß den Zielen der UNESCO. Grundschule und berufsbildende Schule, Gymnasium und progressiver Schulversuch, staatliche Regelschule und Privatschule – jeder Schultyp und jedes Bundesland sind vertreten. Die deutschen UNESCO-Projektschulen pflegen einen intensiven Austausch zu modellhaften Lehr- und Lernansätzen und profitieren vom grenzüberschreitenden Austausch mit insgesamt mehr als 10.000 UNESCO-Projektschulen in über 180 Ländern. UNESCO-Projektschulen gestalten das Schulleben im Sinne des interkulturellen Lernens mit dem übergeordneten Ziel: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt. Sie engagieren sich für eine Bildung, die es Menschen ermöglicht, ein erfülltes Leben zu führen und ihre Persönlichkeit zu entfalten.

Quelle: Unesco: http://www.unesco.de/bildung/2017/unesco-projektschulen-stellen-globale-nachhaltigkeitsziele-ins-zentrum-ihrer-arbeit.html

Bilder: © Auswärtiges Amt