Bischofsbesuch am Comenius-Kolleg (Mai 2017)

Besuch des Weihbischofs Dr. Hegge am Comenius-Kolleg

Am Dienstag, 23. Mai 2017 erhielten wir am Kolleg Besuch vom Weihbischof Dr. Christoph Hegge.

Im Rahmen seiner Visitation der Pfarrgemeinde Mettingen hat sich der Bischof auch Zeit dafür genommen, unsere multikulturelle, völkerverbindende Schule in franziskanischer Trägerschaft zu entdecken.

Das Begrüßungslied *Waka waka* von Shakira, dargeboten vom internationalen Chor unter der Leitung von Reinhild Veerkamp, beeindruckte ihn sehr, da es Studierende von vier Kontinenten z. T. in ihrer Heimatsprache vorgetragen haben.

Im Gespräch mit den Vertretern verschiedener Gruppen der Schulgemeinde konnten ihm die Besonderheiten der christlichen Erwachsenenbildung im interkulturellen Dialog näher gebracht werden.

Alle Beteiligten empfanden die leider nur kurze Begegnung als sehr bereichernd.

UNESCO-Projektschulen stellen Globale Nachhaltigkeitsziele ins Zentrum ihrer Arbeit (April 2017)

Schulleitertagung im Auswärtigen Amt in Berlin

Die Globale Nachhaltigkeitsagenda ist Leitbild der über 250 UNESCO-Projektschulen in Deutschland. Das unterstrichen die Schulleiterinnen und Schulleiter der UNESCO-Projektschulen im Rahmen einer Tagung, die auf Einladung von Staatsministerin Maria Böhmer am 5. April im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand. Teilnehmer zeigten, wie Schulen durch ihre Profile und ihre pädagogische Arbeit nachhaltige Entwicklung wirkungsvoll umsetzen können.

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 „Die UNESCO-Schulen nehmen eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle ein: Sie unterstützen aktiv die Ziele der UNESCO und engagieren sich für eine Kultur des Friedens und für eine nachhaltige Entwicklung“, unterstrich Böhmer im Rahmen der Tagung. „In der Agenda 2030 wird die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Wertschätzung kultureller Vielfalt betont. Ich würde mir wünschen, dass viele Schulen dem Beispiel der UNESCO-Projektschulen folgen und diese Ziele noch stärker fördern. Denn sie sind entscheidend für das Zusammenleben und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“ 

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: „Bildung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Erwerb von Kompetenzen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt ermöglichen. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, mit Wandel und Risiken umzugehen. Sie müssen wissen, welche Möglichkeiten sie haben, globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Wasserknappheit oder der Armut zu begegnen. Die heutige Tagung hat gezeigt, dass UNESCO-Projektschulen bereits jetzt tragfähige Konzepte entwickelt haben, um genau das zu tun. Diese wollen wir im ständigen Austausch mit der gesamten Bildungslandschaft weiterentwickeln und in die Breite tragen.“

Teilnehmer betonten in zahlreichen Workshops, dass nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen der Schularbeit umgesetzt werden müsse – als Querschnittsthema fächerübergreifend im Unterricht, im Schulprofil und in der Betriebs- und Mitarbeiterführung. Zugleich müssten sich Schulen noch stärker öffnen und auch außerschulische Lernorte in ihre Arbeit einbeziehen. Zahlreiche gute Praxisbeispiele aus UNESCO-Projektschulen in ganz Deutschland machten im Rahmen der Tagung deutlich, dass die Ausrichtung an dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung Bestandteil hochwertiger Bildung ist.

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Hintergrundinformationen zu UNESCO-Projektschulen

Über 250 UNESCO-Projektschulen in Deutschland arbeiten gemäß den Zielen der UNESCO. Grundschule und berufsbildende Schule, Gymnasium und progressiver Schulversuch, staatliche Regelschule und Privatschule – jeder Schultyp und jedes Bundesland sind vertreten. Die deutschen UNESCO-Projektschulen pflegen einen intensiven Austausch zu modellhaften Lehr- und Lernansätzen und profitieren vom grenzüberschreitenden Austausch mit insgesamt mehr als 10.000 UNESCO-Projektschulen in über 180 Ländern. UNESCO-Projektschulen gestalten das Schulleben im Sinne des interkulturellen Lernens mit dem übergeordneten Ziel: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt. Sie engagieren sich für eine Bildung, die es Menschen ermöglicht, ein erfülltes Leben zu führen und ihre Persönlichkeit zu entfalten.

Quelle: Unesco: http://www.unesco.de/bildung/2017/unesco-projektschulen-stellen-globale-nachhaltigkeitsziele-ins-zentrum-ihrer-arbeit.html

Bilder: © Auswärtiges Amt

Körper und Geist miteinander verknüpft: Eine Welt-Tage am Comenius-Kolleg (März 2017)

Jetzt war es wieder soweit: Wie zu jedem Semesterbeginn fanden sich Anfang März die neuen Studierenden des Comenius-Kollegs und des Studienkollegs zusammen, um an drei Tagen einen Einblick in die Eine-Welt-Problematik zu erhalten.

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Die – vorwiegend - jungen Leute erfuhren während dieser Zeit einiges über die Entstehungsgeschichte der Schule für Erwachsene und deren enge Verbindungen mit und nach Brasilien. Außerdem beschäftigten sie sich in verschiedenen Arbeitsgruppen mit Themen, die unsere Gegenwart prägen. Einige informierten sich über die Kaffeeproduktion vom Strauch bis zur Tasse und die oft unfairen Arbeitsbedingungen in den Kaffee anbauenden Ländern wie z.B. in Kolumbien, Vietnam und Brasilien. Andere befassten sich mit dem ungebremsten Konsum von Plastik und seinen verheerenden Auswirkungen auf Mensch und Natur. Die Arbeitsgruppe „Theater“ griff typische schulische Alltagsprobleme auf und verarbeitete sie in einem längeren Sketch, während die „Sport“-Gruppe die völkerverbindende Wirkung gemeinsamer körperlicher Aktivitäten ausprobierte und reflektierte. Musik und Tanz fehlten natürlich auch nicht. Ihnen widmeten sich zwei weitere Gruppen. Mit heißen Rhythmen und modernen Choreographien sorgten sie für Begeisterung beim Publikum, als sie am dritten und letzten der Eine-Welt-Tage im Foyer des Kollegs die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten. Aber auch die anderen Erstsemester bewiesen, dass sie trotz der Kürze der Zeit vieles gelernt und erfahren hatten und das auch in ihrer Präsentation umzusetzen verstanden. So fanden Körper und Geist zusammen und sorgten für einen beeindruckenden Abschluss der Eine-Welt-Tage.

 

 

Zuschuss sichert Zukunft (März 2017)

Das Mettinger Comenius-Kolleg wird auf eine neue finanzielle Grundlage gestellt. Das eröffnet dem Weiterbildungskolleg eine neue Perspektive. Nach Gründung einer Stiftung beteiligt sich auch die Gemeinde Mettingen an den Kosten mit einem Anteil von jährlich bis zu 30.000 Euro.

Für die finanzielle Neustrukturierung des Comenius-Kollegs mit einer Stiftung als Träger kann die Weiterbildungseinrichtung in Mettingen mit einem jährlichen Zuschuss der Gemeinde rechnen.

METTINGEN. Die Gemeinde Mettingen beteiligt sich ab 2017 an der Finanzierung des Comenius-Kollegs. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend einen jährlichen Zuschuss von bis zu 30000 Euro für den Betrieb des Weiterbildungskollegs. Leiter Thorsten Bahlmann dankte den Mitgliedern für die Entscheidung. Schließlich trägt der Zuschuss der Kommune dazu bei, die Zukunft des Kollegs zu sichern.

Die Schule bietet seit vielen Jahren Erwachsenen die Möglichkeit, das Abitur oder die Fachhochschulreife nachzuholen. Zudem können sich Studierende aus dem Ausland am dortigen Studienkolleg auf das Studium an einer deutschen Hochschule vorbereiten. Seit 1972 betreibt die nordostbrasilianische Franziskanerprovinz vom Heiligen Antonius die in NRW staatlich anerkannte Weiterbildungseinrichtung.

Jetzt steht die finanzielle Neuausrichtung des Kollegs an. Denn aufgrund fehlender Mitbrüder könne der Franziskanerorden die Trägerschaft nicht weiterführen. Das hat Provinzdelegat Pater Osmar Goglok Bürgermeisterin Christina Rählmann in einem Schreiben mitgeteilt. Verwaltung und Finanzierung des Kollegs soll künftig eine „deutsch-brasilianische Schulstiftung“ übernehmen. Das Comenius-Kolleg wird nach dem NRW-Schulgesetz zu 94 Prozent vom Land finanziert. Sechs Prozent muss der Träger aufbringen. Daran beteiligt sich die Kommune mit einem Prozent, aber nicht mehr als 30000 Euro im Jahr Für 2017 liegt der Zuschuss bei knapp 26 000 Euro..

Dafür ist Bürgermeisterin Rählmann künftig als beratendes Mitglied im Kuratorium der Stiftung vertreten. Bis die Stiftung gegründet ist, könne es noch ein bisschen dauern, sagte Thorsten Bahlmann. Da seien im Augenblick noch die Juristen mit beschäftigt. Er hoffe, dass die Satzung nach den Osterferien zur Genehmigung bei der Bezirksregierung und dem Bistum Münster vorliege. Danach könne es aber noch bis zu vier Monate dauern.

Als Modell wurde eine Verbrauchsstiftung gewählt. Das heißt, dass sie ihr Kapital nicht nur aus den Zinsen schöpfen kann. Der Kapitalgrundstock sei vorhanden, sagte Bahlmann. Er selbst werde zum Vorstand gehören, aber nicht in leitender Funktion. Mit dabei seien unter anderem Ex-Bürgermeister Helmut Kellinghaus und Richard Keller.

„Das Comenius-Kolleg sei ein Aushängeschild für Mettingen“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Christian Völler. Er würdigte die Bildungsarbeit, die die Franziskanerpater über Jahre geleistet haben. Dem schloss sich Thorsten Laske (SPD) an. „Da kann man nur den Hut vor ziehen“, sagte der SPD-Fraktionschef. Reinhold Heß (FDP) schlug vor, den Zuschuss nicht auf 30000 Euro zu beschränken, sondern jährlich neu zu entscheiden. Die Mehrheit sprach jedoch für eine Obergrenze aus. Die sei nicht in Stein gemeißelt. Bahlmann geht nach den bisherigen Erfahrungen davon aus, dass der gesteckte Finanzrahmen der Gemeinde in den kommenden Jahren mehr als ausreiche. „Deshalb bin ich wegen einer Kostendeckelung nicht bange“, sagte der Leiter des Comenius-Kollegs.

Die Gemeindeverwaltung hatte den Ausschussmitgliedern bereits empfohlen, den Zuschuss zum Trägeranteil zu gewähren. Damit unterstreiche die Kommune letztlich auch die Bedeutung des Kollegs als anerkannten örtlicher Bildungsträger. Bürgermeisterin Rählmann betonte, dass die Kommune der Schule eine dauerhafte Perspektive gebe.

Zusammenarbeit mit dem KvG

Das Comenius-Kolleg und das Kardinal-von-Galen-Gymnasium streben weiterhin eine Zusammenarbeit an. Eine erste Kooperation gebe es bereits im Selbstlernzentrum des Gymnasiums, sagte Kolleg-Leiter Thorsten Bahlmann im Hauptausschuss. In dem Zentrum stehen Rechner zur Verfügung, die Schüler für eigene Recherchen nutzen können. Kollegiaten haben dort mittlerweile die Aufsicht übernommen. Dadurch sei das Selbstlernzentrum wieder richtig nutzbar geworden. Ein gemeinsames Angebot von Kursen sei jedoch schwierig, da es sich um zwei völlig verschiedene Schulformen handele, erläuterte Bahlmann weiter. Deshalb habe man bislang auch noch keinen offiziellen Antrag dafür gestellt. Eine Kooperation der Schulen in diesem Bereich sei ohnehin nur in den naturwissenschaftlichen Fächern möglich. Beide Schulen sehen durchaus konkrete Ansätze für eine Zusammenarbeit. Letztlich gehe es dabei aber vor allem darum, sich auch rechtlich abzusichern, erklärte Bahlmann

Kommentar

Noch wichtiger als das Geld ist das Signal, dass die Gemeinde mit dem Zuschuss für das Comenius-Kolleg aussendet: Das Kolleg ist der Kommune als fester Bestandteil des örtlichen Bildungsangebotes wichtig. Deshalb soll es dauerhaft in Mettingen erhalten bleiben. Eine gute Entscheidung. Das Comenius-Kolleg hat nicht nur vielen Erwachsenen das Abitur und zahlreichen jungen Studierenden aus Lateinamerika und anderen Nationen eine Perspektive gegeben. Es hat mit seinen Eine-Welt-Veranstaltungen vielen Bürgern die Möglichkeit eröffnet, über den Tellerrand hinauszublicken. Zudem bringen die Schüler, wie Pater Osmar zurecht schreibt, internationales Flair in den Ort und spielen bei der Integration von Flüchtlingen ebenfalls eine Rolle. Nebenbei sind 400 Studierende eine Einnahmequelle für die örtlichen Geschäfte und einige Vermieter.

Oliver Langemeyer

IVZ: 31.03.2017, Oliver Langemeyer

http://www.ivz-aktuell.de/Artikel/147102/Lokales/Zuschuss-sichert-Zukunft

Norbert Wegner ist gestorben (Feb. 2017)

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Etlichen Studierendengenerationen hat Norbert Wegner von 1988 bis 1998 die Kenntnisse der lateinischen Sprache näher gebracht.

Seine Liebe zum Lateinischen und sein pädagogisches Geschick wird seinen Studierenden sicher im Gedächtnis bleiben.

Als freundlichen Kollegen erlebten wir Lehrenden ihn, der sich auch nach seiner nebenberuflichen Tätigkeit unserem Comenius-Kolleg verbunden fühlte.

Herr Wegner verstarb am 14.2.2017 im Alter von 91 Jahren.

Vom Konflikt bis zur Annäherung beider Kirchen - Ausstellung zum Reformationsjubiläum (März 2017)

Die Posterausstellung „#HereIstand. Martin Luther, die Reformation und die Folgen“ informiert derzeit im Foyer des Mettinger Comenius-Kollegs über den Lebensweg des Reformators, seine Lehren sowie deren Bedeutung für Gegenwart und Zukunft.

IVZ vom 22.03.2017 Eine interessante Ausstellung zum Reformationsjubiläum eröffneten am Montag im Comenius-Kolleg Bernd Lobgesang, Franz-Josef Röhr, Schulleiter Thorsten Bahlmann und Pfarrer Jörg Oberbeckmann (v.l.).

Am Montag wurde sie im Beisein vieler Gäste und Studenten eröffnet. Schulleiter Thorsten Bahlmann freute sich bei der Begrüßung darüber, dass er zwischen der überlebensgroßen Figur Martin Luthers und einer bescheidenen Franziskanerkutte stehen durfte – sichtbare Zeichen der Ökumene. Ein Grundzug der Ausstellung.

Mithilfe modern gestalteter Infografiken zeichnen die Autoren verschiedene Aspekte des 500-jährigen Weges der Reformation nach. Den Betrachtern werden zentrale Themen der Reformationsgeschichte nahegebracht. Sie erfahren etwas über das religiöse Leben der Menschen zu Beginn des 16. Jahrhunderts, die Erstveröffentlichung der „95 Thesen“, ihre Weiterverbreitung mithilfe des Buchdrucks, die Bibelübersetzung oder die Veränderung der Geschlechterrollen. Bernd Lobgesang übernahm die Einführung in die Biografie Martin Luthers, die er eng mit den gesellschaftlichen Verhältnissen verknüpfte. Er stellte ihn als Schöpfer der neuhochdeutschen Sprache vor und verhehlte auch nicht seinen Starrsinn, der mitunter Konflikte verschärfte.

Franz-Josef Röhr gab einen Überblick über die Inhalte der Tafeln, die zu ausführlicher Betrachtung einladen. „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ ist der letzte Teil überschrieben, der sich der Annäherung von katholischer und evangelischer Kirche widmet. Er forderte dazu auf, selbst aktiv zu werden und eigene Wünsche für die Zukunft an die Lutherfigur zu heften. Dabei betonte er, dass unter den Studierenden alle Weltreligionen vertreten sind. Den Gedanken der gemeinsamen Verantwortung aller Christen griff auch Pfarrer Jörg Oberbeckmann, Lehrer für evangelische Religion, auf.

Die Botschaft ist sicher bei vielen Besuchern der Eröffnung angekommen. „Das ist interessant, denn unsere Schule hat viel damit zu tun“, erklärte Sarah-Ann Möllmann. Religion spiele auch im Unterricht eine große Rolle, so die Studierende.

Die Ausstellung kann noch bis zum 7. April während der Öffnungszeiten besichtigt werden.

Quelle: IVZ vom 22.03.207 Brigitte Striehn

http://www.ivz-aktuell.de/Artikel/145852/Lokales/--Vom-Konflikt-bis-zur-Annaeherung-beider-Kirchen--

 Zu dem Thema hat auch der evangelische Kirchenkreis berichtet:

http://www.kirchenkreis-tecklenburg.de/index.php?id=90&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1096&cHash=32d4e028e2c902149b32aa212d5b8d35

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Ausstellung zu Kolumbiens Bürgerkrieg im Comenius-Kolleg (Feb. 2017)

Basta ya! – Es reicht jetzt!

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220000 Tote, 6 Millionen Binnenflüchtlinge, 26 000 Vermisste – das sind einige der Folgen des seit über einem halben Jahrhundert andauernden Bürgerkriegs in Kolumbien. Linke Guerillagruppen wie die FARC, staatliche Sicherheitskräfte und rechte Paramilitärs sind die Hauptakteure dieses Konfliktes, unter dem die Zivilbevölkerung am meisten gelitten hat und leidet. Auch wenn Kolumbiens Präsident im letzten Jahr den Friedensnobelpreis entgegennehmen konnte, handelt es sich bei dem mit der FARC unterzeichneten Friedensvertrag nur um eine Etappe auf dem Weg zu einem echten Frieden.

Das Comenius-Kolleg in Mettingen zeigt eine Ausstellung dazu, die die Betroffenen und Opfer aus dem Vergessen holt und die Arbeit von Caritas International und ihren lokalen Partnern zeigt. Die vielfältig gestaltete Präsentation beinhaltet z.B. Klapptafeln mit der Aufschrift „vergessen“ , die sich öffnen lassen, um den Blick auf Bilder und persönliche Schicksale zu ermöglichen, eine Medieninsel, Infotafeln zur Historie des Konflikts und dem Stand der Friedensbemühungen.

Kollegleiter Thorsten Bahlmann und Eine-Welt-Koordinator Bernd Lobgesang drückten bei der Eröffnung ihre Hoffnung aus, dass die Ausstellung die Studierenden des Kollegs und des Studienkollegs – unter denen sich etliche Kolumbianer befinden – zu intensivem Austausch und friedlicher und toleranter Austragung von Konflikten anregt. Es sind ebenso andere Interessenten – Gruppen und Einzelpersonen – eingeladen, diese ansprechende und aktuelle Ausstellung zu besuchen. Sie ist in der Halle des Comenius-Kollegs, Sunderstraße 15/17, in Mettingen bis zum 3.März Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr zu sehen. Weitere Informationen gibt es unter 05452/2358 und www.comenius-kolleg.de.

Luther! Ausstellungseröffnung in Mettingen (März 2017)

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„Here I stand“ – so der Titel der Ausstellung über Luther und die Reformation, die am 20. März um 10.00 Uhr in der Aula des Comenius-Kollegs Mettingen eröffnet wird. Das in franziskanischer Trägerschaft geführte Comenius-Kolleg ist eine Einrichtung des Zweiten Bildungsweges, wo Erwachsene ihr Abitur nachholen können, das schon durch den Namensgeber Comenius seit jeher ökumenisch ausgerichtet ist.

Nun wird am 20. März um 10:00 Uhr in den Räumen der Schule an der Sundernstraße eine Ausstellung über Luther eröffnet. Bernd Lobgesang (unterrichtet Deutsch, Geschichte, Geographie und Portugiesisch) wird in einem kurzen Einführungsbeitrag über die historischen Hintergründe der Reformation berichten. Franjo Röhr (unterrichtet kath. Religion, Geschichte und Soziologie am Kolleg) wird danach in die Ausstellung einführen. Und Jörg Oberbeckmann (ev. Religion) wird einen kurzen Impuls geben zur Fragestellung: 500 Jahre Reformation – und jetzt?

Es ist das erste Mal in 500 Jahren, dass ein Reformationsjubiläum so dezidiert ökumenisch angelegt ist. Die Zeichen guten Willens zu einer gemeinsamen Verantwortung des einen christlichen Glaubens sind unübersehbar: Papst Franziskus reiste im Oktober 2016 ins schwedische Lund, um bei einem Festgottesdienst des Lutherischen Weltbundes dabei zu sein. Im Frühjahr reist eine hochkarätig besetzte Delegation der Ev. Kirche in Deutschland nach Rom zu einem Empfang beim Papst; mit dabei auf Einladung der EKD der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Das hätte sich kaum einer träumen lassen, als Luther im April 1521 vor dem Reichstag in Worms als Ketzer verurteilt wurde….

Die Ausstellung kann gerne auch von Interessierten außerhalb des Kollegs, während der Öffnungszeiten besucht werden.

Neuorientierung durch Bildung am Comenius-Kolleg (Feb. 2017

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Am Mittwoch, den 01. Februar 2017 konnten ca. 130 Erwachsene zu ihrem ersten Schultag am Comenius-Kolleg begrüßt werden.

Der Kollegleiter Thorsten Bahlmann stellte in seiner kurzen Ansprache die langjährige Bildungsverantwortung der Franziskaner in Mettingen heraus. Als Vertreter des Schulträgers richteten auch P. Osmar und der zur Zeit in Mettingen weilende Provinzial der nordostbrasilianischen Franziskanerprovinz, P. Amilton Worte des Willkommens an die neuen Kollegiaten. Der Provinzial betonte in seiner Ansprache den besonderen Wert des Kollegs im gelebten internationalen und interkulturellen Austausch

Als Weiterbildungskolleg nimmt das Comenius-Kolleg nicht nur nach den Sommerferien in NRW Studierende in verschiedene Bildungsgänge auf, sondern auch jeweils zum 01. Februar. Neben die Kollegiaten für den Abitur-Bildungsgang begannen auch zahlreiche Studienkollegiaten aus aller Herren Länder ihre Vorbereitung auf das Studium an einer deutschen Hochschule.

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