Heiße Rhythmen und tropisches Flair

Karneval Kolleg

Heiße Rhythmen im Tüöttendorf: Alle zwei Jahre lädt das Comenius-Kolleg in Mettingen zum Brasilianischen Karneval ein. Für Stimmung sorgten die Paare des Turnvereins Ibbenbüren mit einem Ausschnitt aus ihrem Repertoire an lateinamerikanischen Standardtänzen.

METTINGEN. Zwar ließ sich der brasilianische Karneval im Comenius-Kolleg langsam an, aber als die Party am Vorabend des Rosenmontags dann in Schwung gekommen war, gab´s schnell kein Halten mehr. Da trafen Madln im Dirndl auf Engel und Franziskaner auf Scheichs und eroberten gemeinsam die Tanzfläche im Foyer des Kollegs. Zuvor hatten sich die Musiker der deutsch-brasilianischen Band „Manga Maluca“ redlich, aber zunächst vergeblich bemüht, den fantasievoll kostümierten Gästen in der ebenso kreativ dekorierten Halle einzuheizen, doch es verging eine Weile, bis diese mit den fetzigen Samba-, Funk- und Reggae-Rhythmen warm wurden.

Das Eis brachen die beiden Paare des Turnvereins Ibbenbüren mit einem Ausschnitt aus ihrem Repertoire an lateinamerikanischen Standardtänzen, mit heißen Rhythmen und ebensolchen Outfits. Sie sorgten für Stimmung bei den Gästen, die wohl noch gerne eine Zugabe gesehen hätten, wenn mit der Capoeira-Gruppe „Liberdade Expressão“ nicht bereits der nächste Programmpunkt auf der Bühne der Schule gestanden hätte, die sich für eine Nacht in einen tropischen Regenwald verwandelt hatte. Unter der Anleitung ihres Lehrers Fábio Francisco zeigte die Gruppe den aus der Sklavenzeit stammenden Kampftanz Capoeira. Die jungen Leute tanzten, sangen und spielten auf den traditionellen Instrumenten, Francisco erklärte, worum es bei den akrobatisch anmutenden Vorführungen ging.

Karneval Kolleg

 Brasilianische Cocktails, Kostproben aus der deutschen und ausländischen Küche, die Prämierung der schönsten Kostüme und beste Stimmung ab dem späteren Abend machten den brasilianischen Karneval, zu dem das Kolleg alle zwei Jahre einlädt, perfekt.

      Karneval Kolleg

                                                        

Fotos und Text: Dietlind Ellerich

IVZ vom 04.03.2014