Studienkollegiaten beschäftigen sich mit der Energiewende

Die Studierenden des T2-Kurses des Studienkollegs lernten in diesem Semester im Deutschunterricht nicht nur theoretisch etwas über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Energieerzeugung in Deutschland, sondern auch durch Anschauung. So besuchten Sie die Klimakommune Saerbeck mit ihrem Bioenergiepark und das Kohlekraftwerk in Ibbenbüren.


Die Gemeinde Saerbeck mit ihren etwa 7200 Einwohnern hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 20130 mehr Energie CO2-neutral zu erzeugen, als in allen Bereichen verbraucht wird. Seit dem Jahr 2009 sind deshalb schon mehr als 70 Millionen Euro in verschiedene Projekte investiert worden. So trafen sich die Kollegiaten in der Heizzentrale, die umliegende Schulen, Kindergärten usw. mittels eines Nahwärmenetzes mit Wärme versorgt, gewonnen aus Holzpellets. Im Verlauf ihres Besuches lernten die Studierenden viele weitere Projekte umweltschonender Energieerzeugung kennen bzw. Bemühungen, den Energieverbrauch zu reduzieren.
Einen Kontrast dazu bildete die Besichtigung des Kohlekraftwerks Ibbenbüren, das seit 1985 Strom aus Steinkohle v.a. aus der Ibbenbürener Zeche herstellt, seit der Revision von 2009 848 Megawatt. Nach einer Einführung in die Technik der Stromerzeugung in Ibbenbüren wurden die Studierenden durch das gesamte Kraftwerk geführt, u.a. den Kraftwerksblock und die Leitstelle. Besonders beeindruckend war der Blick vom Kraftwerksblock an Schornstein und Kühlturm vorbei über die umliegende Landschaft.

Hier einige Stellungnahmen von Studierenden:
„Ich habe Informationen bekommen, von denen ich noch nie gehört habe. Was mich besonders interessiert hat, war, wie sie von dem Biomüll profitieren.“

„Ich finde, das der Ausflug nach Saerbeck eine tolle Erfahrung war. Da ich aus einem Land komme, in dem es viele Bodenschätze wie Kohle, Öl und Erdgas gibt, hatte ich kaum Informationen über die erneuerbaren Energien. … Ich hoffe, dass in baldiger Zukunft solche Maßnahmen überall getroffen werden und auch wir unseren Bedarf durch erneuerbare Energien decken können.“

„Erstaunlich für mich ist, wie Energie aus Biomasse erzeugt wird.“

„Eineinhalb Stunden mit dem Fahrrad, um nach Saerbeck zu kommen, es hat sich völlig gelohnt. Nur wenn man unter den Windrädern steht, kann man sich vorstellen, warum sie 5 Millionen Euro kosten und wie ein Rad genug Energie für 6000 Menschen erzeugen kann. Die Windräder haben mich am meisten begeistert, aber das ganze Projekt, das die Saerbecker vor sich haben, ist sehr beeindruckend. Ich freue mich darauf zu sehen, wie es sich entwickelt.“

„Was ich nicht gut gefunden habe, waren die Holzpellets, die verbrannt wurden. Ich denke, dass man dieses Projekt nicht globalisieren kann, weil viele Länder nicht genug Holz haben.“

„Was mir nicht so gefallen hat, ist, dass an der Biogasanlage wir mehr über das Thema in einem sozialen Ton gesprochen haben, im Gegensatz zur Windturbine, wo das Gespräch mehr technisch ausgerichtet war.“

„Allgemein habe ich diesen Ausflug sehr interessant und informativ gefunden, weil ich Umweltingenieurin werden will. Aus diesem Grund interessiere ich mich sehr für erneuerbare Energien und Klimaschutz.“

„Mir hat sehr gut gefallen mit dem Fahrrad hinzufahren. Die Biomasseanlage hat mich besonders aufmerksam gemacht, weil ich so eine Art von Energieerzeugung nie in meinem Leben gesehen hatte. „

„Also, wir haben viel Spaß gehabt und das war eine spannende Exkursion mit vielen neuen Informationen! Es hat uns sehr gefallen.“

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Text und Fotos: Gunther Biesewig