Raimunda Costa, eine brasilianische Sozialarbeiterin, berichtet über ihre Arbeit mit traumatisierten Mädchen (Dez. 2015)

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Am 1.12.2015 hielt Raimunda Costa, die zu Besuch in dem Gemeindeverbund „Heilig Geist“ in Ibbenbüren war, einen Vortrag über ihre Arbeit in der Einrichtung „Casa de Zabele“ in Teresina in Piauí in Nordostbrasilien. Die Studierenden des ersten Semesters erfuhren, dass im „Casa de Zabele“ vor allem arme Mädchen, die Gewalterfahrungen machen mussten, tagsüber betreut werden. Eine Psychologin therapiert die traumatisierten Mädchen, die sich häufig autoaggressiv gegenüber ihrem Körper verhalten, indem sie sich beispielsweise die Arme aufschlitzen. Sie lernen im Laufe der Zeit sich selbst anzunehmen und sich zu mögen. Dazu dient das Anschauen ihrer eigenen Körper im Spiegel, das Einüben von Tänzen, Sport, kreatives Gestalten, Theater und das Schneidern von selbst entworfenen Kleidern, die dann auch verkauft werden können. Im Anschluss an den Vortrag gab es eine lebhafte Diskussion.

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Text und Bilder: Gerborg Meister