Comenius-Kolleg richtet bundesweite Konferenz aus (Sep. 2016)

Zum 43. Mal trafen sich die Leiterinnen und Leiter der kirchlichen Abendgymnasien und Kollegs Deutschlands zu ihrer jährlichen Konferenz. Gastgeber war dieses Mal das Comenius-Kolleg in Mettingen.

Das Leitungsteam Susanne Böttcher und Thorsten Bahlmann konnten Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet begrüßen.

Obwohl sich das Wetter und damit auch Mettingen von seiner besten Seite zeigte, wurde intensiv gearbeitet.

Tagungsschwerpunkt war die Frage, was das besondere Wesen dieser christlichen Schulen für Erwachsene ausmacht. Wie gelingt es, christlichen Geist, Werte und die spirituelle Orientierung in den schulischen Alltag zu integrieren. Es wurde in den Arbeitsgruppen und Diskussionen deutlich, dass es verschiedene Ansätze gibt, um die Trägerorientierung, sei es des Bistums, einer Ordensgemeinschaft oder des Kolping-Bildungswerks in der eigenen Schule lebendig zu halten.

Der Geist der Ökumene dieser Veranstaltung wird darin deutlich, dass selbstverständlich auch das Laubach-Kolleg der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bei dieser Konferenz vertreten ist.

So wurde neugierig über den schulischen Tellerrand geschaut, was die anderen Kollegs und Abendgymnasium an geistlicher Orientierung anbieten.

Am Donnerstag nahmen die Gäste zusammen mit der Schulgemeinschaft des Comenius-Kollegs an einer Agape-Feier statt, die regelmäßiger Bestandteil des Kolleglebens ist und von Lehrenden und Studierenden vorbereitet wird.

Thema war dieses Mal „Es ist genug für alle da“. In Spielszenen wurde dargestellt, dass Menschen unter der Ungleichverteilung von Nahrungsgütern leiden und Teilen notwendig ist. In Gebeten und Liedern (u.a. von einer Studienkollegiatin aus Ghana in der Sprache Zulu vorgetragen und vom internationalen Chor begleitet) wurde ein festlicher Rahmen geschaffen. Da Agape Liebesmahl bedeutet, hatten alle etwas Nahrhaftes mitgebracht, das anschließend gemeinsam verspeist wurde.

Als besonders vorbildhaft wurde dabei die Aktion *Solidarität mit den Menschen in Aleppo* wahrgenommen. Jeder konnte eine Flasche Mineralwasser kaufen und damit die Arbeit der Franziskaner im syrischen Aleppo unterstützen. Dort versorgen die Franziskaner Menschen mit Trinkwasser aus ihrem Brunnen, die sonst ohne Wasser blieben.

Der Kreis der Leiterinnen und Leiter hat durch einen einstimmigen Beschluss dafür gesorgt, dass diese Aktion in ihren Schulen besonders unterstützt wird.

Im Rahmenprogramm zeigten sich die Gäste aus ganz Deutschland von der Draiflessen Collection und dem Schulmuseum beeindruckt und freuten sich, dass heute das Schulleben anders ist als zu Kaisers Zeiten.

Text und Foto: Susanne Böttcher und Thorsten Bahlmann