Ausstellung zu Kolumbiens Bürgerkrieg im Comenius-Kolleg (Feb. 2017)

Basta ya! – Es reicht jetzt!

220000 Tote, 6 Millionen Binnenflüchtlinge, 26 000 Vermisste – das sind einige der Folgen des seit über einem halben Jahrhundert andauernden Bürgerkriegs in Kolumbien. Linke Guerillagruppen wie die FARC, staatliche Sicherheitskräfte und rechte Paramilitärs sind die Hauptakteure dieses Konfliktes, unter dem die Zivilbevölkerung am meisten gelitten hat und leidet. Auch wenn Kolumbiens Präsident im letzten Jahr den Friedensnobelpreis entgegennehmen konnte, handelt es sich bei dem mit der FARC unterzeichneten Friedensvertrag nur um eine Etappe auf dem Weg zu einem echten Frieden.

Das Comenius-Kolleg in Mettingen zeigt eine Ausstellung dazu, die die Betroffenen und Opfer aus dem Vergessen holt und die Arbeit von Caritas International und ihren lokalen Partnern zeigt. Die vielfältig gestaltete Präsentation beinhaltet z.B. Klapptafeln mit der Aufschrift „vergessen“ , die sich öffnen lassen, um den Blick auf Bilder und persönliche Schicksale zu ermöglichen, eine Medieninsel, Infotafeln zur Historie des Konflikts und dem Stand der Friedensbemühungen.

Kollegleiter Thorsten Bahlmann und Eine-Welt-Koordinator Bernd Lobgesang drückten bei der Eröffnung ihre Hoffnung aus, dass die Ausstellung die Studierenden des Kollegs und des Studienkollegs – unter denen sich etliche Kolumbianer befinden – zu intensivem Austausch und friedlicher und toleranter Austragung von Konflikten anregt. Es sind ebenso andere Interessenten – Gruppen und Einzelpersonen – eingeladen, diese ansprechende und aktuelle Ausstellung zu besuchen. Sie ist in der Halle des Comenius-Kollegs, Sunderstraße 15/17, in Mettingen bis zum 3.März Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr zu sehen. Weitere Informationen gibt es unter 05452/2358 und www.comenius-kolleg.de.